Letztes Feedback

Meta





 

Die Praktikantin das Kommunikationswunder

Frischer Wind in unserer Agentur. Mein Kollege hat das Fernster geöffnet und schon flog das Papier in alle Richtungen. Die Praktikanten, meine Nachbarin hat es aufgesammelt. Ihr denkt, Kaffee- und Kopie-Job. Von wegen, unsere Praktikantin macht einen Job wie jeder andere in der Agentur. Schließlich ist sie top qualifiziert. Ein abgeschlossenes Studium in der Betriebswirtschaftslehre . Ja, sogar einen Master hat sie gemacht. Außerdem hat sie bereits Berufserfahrungen in anderen Agenturen gesammelt – natürlich als Praktikantin. Einziger Unterschied zu mir, Angestellter mit sozialversicherungspflichtigen Vertrag: Sie bekommt nicht mal die Hälfte von dem, was ich verdiene.

Trotzdem immer super gelaunt, das verwundert mich. Mit ihrem zugänglichen Art holt sie so manchen Eigenbrötler – zu denen ich mich auch zähle – aus den Gedanken und integriert ihn in ein Gesamtgeschehen, die Kollegengemeinschaft. Wie macht sie das, habe ich mich gefragt. Ganz einfach. Sie fragt mich nach einem blöden Witz, ich erzähle ihr einen und schon lacht sie drauf los. Das macht andere hellhörig und sie klinken sich in das Gespräch ein – bis das ganze Büro sich miteinander unterhält. Erst dachte ich sie wäre ein wenig beschränkt, da meine Witze wirklich nicht zum Lachen sind, aber jetzt bin ich ziemlich begeistert wie intelligent, wie viel Sozialkompetenz sie hat. Der Chef wird sie feuern, wenn er erfährt, dass sie uns von der Arbeit ablenkt. Manchmal sitzen wir wirklich eine halbe Stunde herum und tuen gar nichts, außer uns zu unterhalten.

6.7.13 10:35, kommentieren

Werbung


Design auf nackter Haut

Heute war ich am See. Kein Wunder, bei der Hitze, die gerade herrscht. Ja, sie beherrscht einen regelrecht. Bestimmt, wohin du gehst und wie schnell. Jede Bewegung treibt dir den Schweiß in die Hose. Ganz genau zwischen die Beine. Bei zu viel Tuen nässt die Hose durch – abgesehen vom Geruch. Einzig Ausweg, der Weg zum Bad, Baggersee oder Badeanstalt. Ich entschied mich für den Baggersee – was falsch war. Zu viele Menschen haben sich für dasselbe entschieden. Das Ufer war voll mit Menschen. Der See war voll mit Menschen, das Wasser war voll mit Schweiß, menschlichen Fäkalien und Sonnenmilch.

Wie ihr bereits wisst, ich bin Webdesigner, Inhouse wohl bemerkt. Das heißt, ich bin fest angestellt. Keine Rechnungen schreiben und die Rente nicht zahlen können. Mir geht es also gut. Alles, was mein Job mit sich bringt ist, dass ich auf´s das Ästhetische achte – das nennt man professionelles Webdesign . Natürlich auch am Strand. Typen mit Tattoos auf Wade und Rücken, springen mir sofort ins Auge. Vor allem wenn da schwarze Sonnen und Torhammer abgebildet sind. Ja, mir war schon bei der Ankunft am See mulmig zu mute. Eigentlich gestalte ich Websites keine Tattoos, aber auf solche Symbole achte ich dann doch.

Es hat nicht lange gedauert, ich habe mein Handtuch zusammengepackt und bin wieder abgefahren, ohne im Wasser gewesen zu sein. Da war ein Nazi-Nest, keine Frage. Da wollte ich nur wieder raus. So schwitzte ich weiter in der S-Bahn zurück nach Hause und nahm eine kalte Dusche.

10.7.13 15:40, kommentieren